Reisebericht Bolifushi über 4 Urlaube zwischen 2001 und 2003

Anreise
Ab Kloten, anfänglich mit Belair und später mit Edelweiss Air direkt nach Male. Der Flug dauert gut 9 Stunden.

In Male durch die Passkontrolle,  Gepäck in entgegen nehmen, Gepäckkontrolle, Meldung beim entsprechenden Reiseveranstalter und dann ab Richtung Steg zum Speedboot. Der Boot-Transfer nach Bolifushi dauert ca. 40 Minuten.

Ankunft
Auf Bolifushi wurden wir mit einem kühlen Drink empfangen und über die wichtigsten Regeln“ der Insel orientiert. Anmeldeformular ausgefüllt, Schlüssel in Empfang genommen und zusammen mit dem Roomboy, der die Koffer schleppte, das Zimmer bezogen.

Eine detailliertere Information gab es am Abend in der Bar.

Unterkunft
Bei unserem ersten Aufenthalt auf Bolifushi, hatten wir Beachbungalow gebucht. Da diese hoffnungslos ausgebucht waren, stellte uns das Management, ohne Aufpreis, ein Wasserbungalow zur Verfügung, was zur Folge hatte, dass wir bei unseren weiteren Urlauben nur noch Wasserbungalow gebucht hatten.

Die Wasser-Bungalows sind sehr schön, mit holzgetäferten Wänden und Decken

und Parkettboden. Die Einrichtung  besteht aus einem Doppelbett, einer Couch mit Clubtisch, einem Sideboard in welchem die Minibar samt Wasserkocher untergebracht ist, einer zusätzlichen Kommode mit grossem Spiegel. Im Schrank ist ein Safe eingebaut und daneben steht nochmals eine Kommode mit vier geräumigen Schubladen.

Das Badezimmer ist sehr geräumig. Im vorderen Teil befindet ein Doppellavabo, WC und hinter einer Glasschiebetüre eine grosszügige Dusche mit direktem Ein- und Ausgang zur Terrasse auf welcher sich zwei, allerdings ziemlich unbequeme, Holz-Liegestühle befinden. Von der Terrasse aus hat man direkten Zugang zur Lagune.

Die neuen Beachbungalows, die seit Anfang 2003 bezugsbereit sind, sind praktisch baugleich und fast gleich eingerichtet. Die Terrasse ist oft etwas grösse als bei den Wasserbungalows.

Der Roomboy hat das Zimmer zwei mal täglich gereinigt und abends immer schöne Muster aus den Bettlaken gezaubert. Das Bungalow war immer blitzblank gereinigt. Der Boy war flink wie ein Wiesel. Sagte man ihm z.B. eine Glühbirne sei defekt, war diese ausgetauscht, fast bevor man den Satz ganz zu Ende gesprochen hatte. Aber auch der Rest der Insel ist optimal gepflegt. Viele fleissige Hände sind den ganzen Tag damit beschäftigt die Insel zu hegen und pflegen.

Riff
Die Insel verfügt über ein sehr schönes Hausriff welches nur einige Meter von Strand entfernt ist. Am Riff begegneten uns viele bunte Fische wie Süsslippen, Picassodrücker, Kugelfische, Igelfische, junge Octopusse, Stechrochen, Riffhaie, Muränen,  Seezungen und Schildkröten.

Das Riff hat sich seit unserem ersten Besuch schon wieder schön „erholt“. Beim ersten Besuch 2001 sahen wir hauptsächlich grau in grauen Korallenschutt und im Sommer 2003 fanden wir überall wieder bunte Flecken.

Im Moment ist das Riff bei der Laguna Bar am schönsten. Aber auch das restliche Riff erstrahlt bereits wieder in den schönsten Farben. Man sieht auch Riesenmuscheln in allen ur erdenklichen Farben, Anemonen wachsen in grosser Menge und

Grünzeug in allen Varianten macht sich über das ganze Riff breit. Die Fischschwärme, Doktorfische, Süsslippen, Schnapper, Junker, Muränen, Seesterne und was sonst noch alles zu sehen ist, sehen im langsam wieder bunt erscheinenden Riff noch viel schöner aus.

Uns hat es so gut gefallen, dass wir bei jedem Aufenthalt auf Bolifushi täglich bis etwa fünf Stunden im Wasser waren. Einmal hatten wir die Gelegenheit uns ca. zehn Minuten lang mit einer Schildkröte zu tummeln.

Essen
Alle Mahlzeiten werden in Buffetform angeboten. Das Essen ist - obwohl hauptsächlich italienisch – gut und auch abwechslungsreich. Beim Brot wäre, am Morgen,  etwas mehr Auswahl (es gibt nur Toast) wünschenswert. Am Abend standen immer Fleisch, Fisch, Pasta, Kartoffeln etc., nebst vielen frischen Salaten auf dem Speiseplan.

Manche Speisen waren uns etwas zu lieblich gewürzt. Für die Mehrheit der Gäste wird die Würze allerdings richtig sein. Wer es, wie wir, etwas schärfer mag, nimmt einfach von zu Hause sein Chilipulver oder Cayennepfeffer mit oder verlangt Chilisauce und würzt nach.

Was wir etwas vermisst hatten, sind die einheimischen Currygerichte.

Diese haben wir am Mittag a la Carte in der Laguna Bar gegessen. Angeboten werden dort ausserdem auch Sandwiches und Salate, Curryspeisen sowie Nudelgerichte etc. Die Nudelgerichte und die Curries sind dann auch ziemlich scharf.

Die Desserts waren ausnahmslos sehr gut. Es gab immer mindestens drei Verschiedene. Eines davon waren stets frische Früchte, nebst Puddings, Kuchen und sonstigem Gebäck.

Abends war Apero Time angesagt. Treffpunkt ab ca. 18 Uhr in der Bar.  Nach dem Nachtessen wieder ab in die Bar um auf der Terrasse das süsse Nichtstun zusammen mit einem, manchmal auch mehreren, feinen Drinks zu geniessen. Alamgiri, er Chef der Bar, mischt übrigens sensationell feine Drinks. Besonders Drinks mit frischen Obstsäften haben wir bisher auf keiner anderen Insel mehr so feine getrunken!

Das Personal
Die Angestellten sind äusserst freundlich, nett und zuvorkommend. Viele von ihnen auch zu Spässchen aufgelegt. Einige sind allerdings eher scheu und zurückhaltend.

Fleissig sind alle, wenngleich das Arbeitstempo (ist uns vor allem bei unserem ersten Besuch aufgefallen) der Malediver europäischen Vorstellungen manchmal etwas träge erscheinen mag.

Freizeit und Sportangebot
Wer nicht taucht kann sich nebst dem Schnorcheln mit Tischtennis, Dart, Tretboot- und Kanufahren, Volleyball, Boccia oder gar einer Katamaranfahrt verweilen. Wem das nicht genug ist, der kann sich in der Bibliothek Bücher ausleihen oder sich eines der Gesellschaftsspiele bedienen.

Ausserdem
Bolifushi wird zu einem grossen Teil von italienischen Gästen besucht. Aber auch Schweizer, Deutsche, Engländer, Japaner sind anzutreffen.

Bei unserem ersten Besuch sind uns die Italiener als sehr laut aufgefallen. Besonders das Animationsteam, welches mittels Megaphon und „Ragazzi, Ragazzi“ Geschrei die Leute zu den Animationen zusammen getrommelt hat, ist unangenehm aufgefallen.

Auch in der Bar war meist sehr laut, die Musikanlage wurde immer voll aufgedreht, was von den nicht italienischen Gästen vielfach zu Reklamationen Anlass gegeben hatte.

Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, Bolifushi gerade deswegen nicht mehr zu besuchen. Im Jahr darauf wurden wir von Freunden nochmals überredet mit nach Bolifushi zu fliegen und haben diesen Entscheid nicht bereut.

Die italienischen Gäste, immer noch in der Überzahl, und das Animationsteam wurden zwischenzeitlich stark in die Schranken gewiesen und die Lautstärke der Musikanlage wurde auf ein normales Mass zurück gedreht.

Im Sommer 2003 hatten wir unser Wasserbungalow sogar auf die Seite der Bar und hatten nachts absolut keine Probleme mehr mit der Lautstärke. Die neue Vorschrift lautet: ab 22 Uhr sind die Türen der Bar zu schliessen und die Lautstärker der Anlage zurück zu drehen. Das Animationsteam hat auch keine Megaphone mehr und man empfindet Bolifushi, was die Lautstärke betrifft, seither als viel angenehmer.

Einzig über Mittag werden die Lautsprecher der Bar für eine Stunde nach aussen gedreht, damit  die Gäste Musik zur Wassergymnastik haben. Die restliche Zeit des Tages herrscht Ruhe.

An dieser Stelle ein grosses Kompliment ans Inselmanagement. Sie haben eingesehen, dass es auch Gäste gibt, die Ruhe suchen und wir sind überzeugt, dass dieses Konzept sich auf Dauer besser bewähren wird.

Fazit
Bolifushi ist unseres Erachtens jederzeit eine Reise wert und wir können diese Insel wirklich guten Gewissens empfehlen.

bolifushi 2001 - 2003 – text & fotos: ® ruth und wolfgang

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