reef resort brayka bay in marsa alam

Endlich war es soweit - am Donnerstag 11.10.2007 sollte es endlich losgehen. 
Am Vorabend 18h bekamen wir einen Anruf vom Reisebüro, unser Flug habe Verspätung weil die Maschine defekt sei. Der Abflug verspäte sich um rund 5 Stunden...

das fängt ja schon gut an war mein erster Gedanke.

Der zweite Gedanke war jedoch schon, nicht so früh aufstehen .

Andertags ab Richtung Flughafen, eingecheckt und uns Richtung Dock E begeben wo wir eine Stunde vor dem neuen Abflugtermin über eine nochmalige Verspätung von zwei Stunden informiert wurden - natürlich, wie könnte es anders sein, nicht mehr in Dock E sondern im Terminal B. Den ganzen Weg wieder zurück gelaufen, nochmals durch die Sicherheitskontrolle - doppelt genäht hält bekanntlich besser. Wenigstens waren wir jetzt ganz sicher, dass wir nichts, aber auch gar nichts verbotenes auf uns getragen haben. Wir waren auf alles gefasst nur nicht darauf, dass wir wirklich um 14.15h (anstatt 7.10h) abfliegen. Aber oha... diesmal machten sie Ernst - 13.25 war Boarding! An Board haben wir dann den Grund des verspäteten Abluges erfahren. Die Maschine hatte eine defekte Hydraulik was an und für sich gar nicht so arg schlimm gewesen wäre wenn nicht die Hydraulikflüssigkeit sich über einen Teil an der Unterseite der Maschine verteilt hatte. Dies hatte zur Folge, dass ziemlich viel an der Maschine ausgetauscht werden musste da diese Hydraulikflüssigkeit anscheinend sehr agressiv ist (Aussage des Piloten). Als wir dann endlich in der Luft waren gings relativ zackig Richtung Marsa Alam. Die Flughöhe wurde etwas reduziert sodass etwas schneller geflogen werden konnte. Der Flug verlief, mit wenigen Turbulenzen ruhig. Nach etwas mehr als 4 Stunden landete der Airbus in Marsa Alam. Nach den üblichen Formalitäten wie Visum, Passkontrolle und Gepäck holen gings nach kurzer Wartezeit bereits mit dem Bus weiter Richtung Hotel. Nach einer Transferzeit und einem Ausladestop in einem anderen Hotel waren wir nach einer guten halben Stunde bereits im Hotel Brayka Bay. Dort dauerte es nur wenige Minuten bis Gaby und Robert in der Lobby unseren Weg kreuzten. Kurz die Formalitäten erledigt, Zimmer bezogen, wir wurden im Bay Inn einquartiert (das liegt fast am Ende des Gebäudekomplexes, gleich neben der Tauchbasis) und dann ab zum Nachtessen. Nach dem Essen noch Koffer ausgepackt und schliesslich todmüde ins Bett gefallen. Am anderen Morgen haben wir schon früh die Aussicht von unserem Beachfront-Zimmer geniessen können. Ein wunderschöner Sonnenaufgang liess uns die Strapazen des Vortages schnell vergessen.

Hotel und Zimmer
Das Hotel liegt sehr schön in der Marsa Bucht, verfügt über 465 Zimmer mit Balkon. Klimaanlage, Minibar, teilweise mit Safe, Telefon, Satelliten-TV, Bad mit Dusche/WC, Fön und kann einen rund 1300m langen privaten Sandstrand sein Eigen nennen. Im Zimmer gibt es zwei Einzelbetten mit guten aber relativ harten Matratzen, einen zweitürigen Schiebetürenschrank, einen kleinen Schreibtisch mit Hocker, zwei Sessel mit einem kleinen Tischchen. Auf dem Balkon stehen nochmals zwei Stühle mit einem kleinen Tischchen und ein kleiner Wäscheständer der sich als sehr praktisch erwiesen hat. Die Zimmer werden täglich gereinigt und sind sehr sauber. Die Badetücher wurden bei uns täglich gewechselt. Wer es "gehobener" möchte, für den stehen 2 Junior Suiten, 15 Senior Suiten oder 1 Royal Suite zur Verfügung. Die Anlage ist wirklich schön und gepflegt. Eine Poollandschaft, viele Rasenflächen, bunte Büsche und jede Menge Blumen lassen den Gast vergessen dass an dieser Stelle bis vor einigen Jahren nichts als Wüste war.

Essen
Das Essen wird im Miramar-Restaurant in Buffetform angeboten. Zum Frühstück gibts diverse Brötchen oder Brote, Omeletts, Spiegeleier, Rühreier, natürlich auch Würstchen, Bohnen, diverse Flakes und, wie könnte es in Ägypten anders sein, jede Menge süsses Gebäck. An Marmelade wird Erdbeer, Aprikose (Marille), Feige oder Honig angeboten. Frische Früchte und diverse  Fruchtsäfte gehören nebst Tee und Kaffee natürlich auch dazu. Leider wird der Kaffee aus Nescafe zubereitet. Zum Mittagessen wurde immer ein Salat- und ein Nachspeisenbuffet aufgebaut. Das Hauptmenue bestand meist aus Reis, gebratenen Kartoffeln, ab und zu mal Pommes Frites, Kartoffelstock, Gemüse, Fisch gebraten oder frittiert, Huhn in diversen Varianten. Rindfleisch war eigentlich immer zäh, hat man also besser ganz gemieden. Das Nachspeisenbuffet bestand aus diversen Torten, Cremes, Puddings, frischen Früchten wie Trauben, Melonen, Bananen, frische Datteln, Feigen, Äpfeln, Granatäpfel etc. Beim Nachtessen wurde das Salat- und das Dessertbuffet im Restaurant aufgebaut, die Hauptspeisen gabs auf der Terrasse. 

Diese bestanden aus in etwa demselben wie das Mittagessen. Zusätzlich würde noch gegrillt. Auf dem Grill fand man wieder Huhn, zähes Rindfleisch oder Fisch. Das Nachspeisenbuffet war wie immer sehr gut wich aber nicht gross vom Mittagsbuffet ab. Die Abwechslung hat ziemlich gefehlt. Nach zwei Tagen wussten wir bereits, es gibt entweder Huhn mit Reis oder Reis mit Huhn...  Zwischen Frühstück und Mittagessen oder Mittag- und Nachtessen gab es in der Tiffany-Bar, gleich oberhalb des Hauptrestaurantes, Kaffee, Tee und Kuchen sowie Kaltgetränke.  Zum AI gehörten sämtliche Tischgetränke im Glas und alle einheimischen alkoholischen Getränke, ausserdem alle Getränke und Kuchen in der Tiffany-Bar, sämtliche Getränke an der Strandbar sowie an der Poolbar. Wer beim Italiener Essen wollte, dem wurde 50% des Konsumationspreises vom AI angerechnet. Im Hemmingways-Seefood-Restaurant wurde auch nur ein Teil angerechnet, der Rest musste aufbezahlt werden.

Personal
Da gibt es nur positives zu berichten. Die Leute sind freundlich und aufgestellt, manche scherzen auch gerne - jedenfalls solange kein Chef in der Nähe war.
Diese weiss behemdeten Typen scheinen es nicht zu mögen wenn das Personal mit den Gästen mehr spricht als nur das Nötigste. 

Strand
Wie schon erwähnt ist der Strand rund 1300m lang. Es gibt genügend Liegen mit Polsterauflage und Sonnenschirme sodass  man zu jeder Zeit Liegen findet. Natürlich gab es auch hier die "Liegenbesetzer" die sich anscheinend nur auf gewissen Liegen wohl fühlten und allmorgendlich zwischen 5 und 6h "ihre" Liegen angebunden haben. Da ich meist sehr früh wach war konnte ich dieses Schauspiel oft beobachten. Es muss ein tolles Gefühl sein, sich täglich aufs neue seinen Lieblingsstrandplatz zu ergattern. Strandtücher sind, gegen Abgabe einer Towel-Card, gratis. Diese Karte bekommt man zurück wenn man die Strandtücher am Ende des Urlaubes wieder zurückbringt. Dazwischen kann man die Strandtücher so oft wechseln wie man möchte. Wer die Karte bei der Abreise nicht zurückgeben kann muss die Tücher bezahlen.

Tauchbasis 
Die Tauchbasis von den Extra Divers macht einen sehr guten Eindruck. Der Staff ist freundlich und kompetent. Da wir unsere eigenen Ausrüstungen dabei hatten kann ich nicht sagen wie die Qualität der Mietausrüstungen ist. Die Preise für die Tauchgänge liegen durchaus im Rahmen. Ein Hausriff-TG kostet z.B. € 20.-, Guide eingerechnet. Wer ohne Guide taucht, dem werden € 5.- abgezogen. Die Ausrüstungen kann man in abschliessbaren Boxen bei der Tauchbasis deponieren, Jackets und Anzüge hängt man in einem offenen, aber bewachten Raum auf. Es gibt einen Pool für die Tauchschüler und zwei Waschbecken für die Ausrüstungen. Der Pool wurde auch gerne von den Tauchern benützt die bereits fertig angezogen waren und noch warten mussten. Ohne Pool hätte man arg geschwitzt bis man ins Wasser gekommen wäre. 

Hausriff
Ein Traum schlechthin. Jede Menge bunter Korallen, viele Fische – Arabische Doktorfische, Demoisellen, Schildkröten, viel Jungfisch, Kugelfische, Kofferfische, viele Riesen-Kugelfische, Sandrochen, Blaupunktrochen, Oktopusse und sogar einige Krokodilfische waren zu sehen.

Animation
Die gabs in Hülle und Fülle und erst noch ziemlich laut. Jeden Abend war was los, sei es am Pool, in der Disco am anderen Ende des Strandes oder in der Arena. Etwas weniger laut wäre definitiv angenehmer gewesen. Die ersten drei Tage gabs sogar Dauerberieselung auf der ganzen Anlage. Es sind überall Lautsprecher installiert aus denen den ganzen Tag die selbe, sich täglich wiederholende, Musik zu hören war. Es war bestimmt niemand böse als die Musik ab viertem Tag auf die Poolregion beschränkt wurde.

Gäste
Es gab wohl keine Nation die nicht vertreten war... 

Vom Araber über Franzosen, Italienern, Holländer, Deutschen, Österreichern, Schweizern bis zu den Russen war wirklich alles vorhanden. Die Italiener hatten wohl prozentual den grössten Anteil, dicht gefolgt von den Holländern   und den Russen. Die anderen Nationen haben sich so ziemlich die Waage gehalten.

Fazit
Der Urlaub war sehr schön, leider etwas kurz und abgesehen vom Essen, mit dem wir uns beim besten Willen gar nicht anfreunden konnten, wurden unsere Erwartungen erfüllt. Das tolle Hausriff hat für das Manko Essen voll entschädigt. Ob wir nochmals hingehen würden? Ja, wir können uns vorstellen nochmals dort Urlaub zu machen.

marsa alam oktober 2007– text & fotos: ® ruth und wolfgang

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