reisebericht Angaga 28.1. - 11.2.2006

Wir flogen diesmal von Zürich via Wien und Colombo nach Male.

In Male angekommen ging es, nach den üblichen Einreiseformalitäten, weiter zum Wasserflugzeugflughafen und 20 Minuten später wurde schon der Flieger nach Angaga und Mirihi aufgerufen.
Der Flug nach Angaga verlief ruhig und eine halbe Stunde später landeten wir, nachdem der Pilot eine Ehrenrunde um die Insel gemacht hatte, am Ziel unserer diesjährigen Maledivenreise - Angaga.

Nach der Begrüssung mit einem Fruchtdrink und einem kalten Tuch wurden die nötigen Formulare ausgefüllt und wir erhielten die Zimmerschlüssel.  
Weil zu wenige Beachbungalows frei waren, wurden wir für die ersten drei Nächte im Wasserbungalow Nr. 152 untergebracht, was für uns absolut kein Problem war.  
Nach drei Nächten zogen wir dann um in Beachbungalow Nr. 130.

Wetter
Angaga empfing uns mit Regen. Am nächsten Tag war der „Spuk“ gottlob schon vorbei und ab Mittag gab es, ein, zwei paar Regenschauer in der Nacht ausgenommen, Sonne pur!  

Insel
Dicht bewachsen mit vielen Palmen und Scaevolabüschen.  
Angaga kann mit einem Schlenderspaziergang in etwa 15 Minuten umrundet werden.  
Ausser in den Zimmern und im Inselshop gibt es überall nur Sandboden - ist also eine komplette Barfussinsel!  
Was wir auf Angaga wirklich bemängeln ist, dass die Gärtner etwas arg nachlässig sind. Es gäbe viel verdorrtes Gestrüpp und einige abgestorbene Bäume zu entsorgen. Auch viel verdorrte Blätter an den Büschen könnte entfernt werden...  
Ausser die diversen Seerosenteiche, die wirklich wunderschön anzusehen und auch gepflegt sind, gäbe es punkto Inselpflege wirklich noch einiges zu tun auf Angaga.

Bungalows
Schön, mit Bambusmöbeln eingerichtet. Die Wasserbungalows sind etwas grösser als die Beachbungalows, haben im Bad zusätzlich eine Badewanne und neben den Waschbecken einige praktische Glastablare. Rund die Hälfte des Zimmers ist mit grossen Fenstern versehen was die Bungalows hell und freundlich macht.  
Im Schlafraum gibt es natürlich ein, allerdings ziemlichhartes Bett, zwei bequeme Sessel, einen Tisch mit Glasplatte durch die man nachts die Fische in der Lagune, sofern es welche hätte, beobachten könnte und einen Kühlschrank.  
Im Eingangsbereich ist ein 3-türiger Schrank und auf der gegenüberliegenden Seite gibt es zwei Tablare auf denen der Wasserkocher samt Zubehör untergebracht ist.  
Auf der Terrasse stehen zwei Holzliegen und ein Sonnenschirm. Eine Treppe führt von der Terrasse direkt zur Lagune.

Restaurant
Das Buffet ist gross und es gibt eine Menge Auswahl an Speisen.  
Es gab täglich Curryfisch aber auch viel Fleisch, Rind, Schwein, Ente, Huhn und diverse Fische zur Auswahl die à la minute zubereitet wurden.  
Täglich 3-4 Sorten Reis, manchmal Pommes frites oder Folienkartoffeln, Bratkartoffeln, Teigwaren mit Tomatensauce. Auch fehlten Sandwiches nicht und zwischendurch wurden Frühlingsrollen oder auch Scampis angeboten.  
Sushi, Lachs etc. war auch täglich zu bekommen.  
Das Vorspeisenbuffet bestand aus jeder Menge Salaten und diversesten Salatsaucen.  
Beim Dessertbuffet empfahl es sich ab und zu die Augen schliessen, wollte man nach dem Urlaub nicht einige Kilos mehr auf den Hüften haben!

Bar
Mmmmh... viele feine Drinks und natürlich unser Treffpunkt vor und nach dem Nachtessen!  
Von 18 - 19 Uhr ist happy hour. Während dieser Stunde gab es 20% auf alle Getränke was wir selbstverständlich ausnutzen mussten.

Tauchbasis
Darauf waren wir am meisten gespannt!  
Jochen der Tauchbasenleiter wird von den Instruktoren Kana, Jolante, Oli und Schröni unterstützt. Alle sind sehr nett und zuvorkommend sodass wir mit keinem Wort klagen könnten!

Hausriff
Leider ist das Hausriff nicht sehr toll. Es liegt sehr viel Korallenschrott in der Lagune aber es gab sehr wenig Fische. Unter dem Steg zu den Wasserbungalows haben wir einen Kofferfisch, eine noch junge Süsslippe und einige Picassodrücker gesehen.  
Richtung Aussenriff begegneten uns mal eine Schildkröte, ein Igelrochen, diverseste Barscharten vereinzelte Weisskehldoktorfische, Pinzettfische - die üblichen Rifffische halt, aber in sehr bescheidenen Mengen! Wir hatten noch in keinem Urlaub so wenig geschnorchelt. Da jedoch auch praktisch jeglicher Neubewuchs fehlt, hatten wir auch nicht sonderlich Lust zum Schnorcheln.  
Bei Ebbe ist das Riff, ausser über die offiziellen Riffeingänge, nicht zu erreichen.  

Für die Taucher gibt es, gleich neben dem Steg auf der Ostseite, eine Möglichkeit zum Einstieg. Es ist dort zwar sehr wellig und man muss aufpassen, dass die Wellen einen nicht umhauen. Wer hinfällt und vor der nächsten Welle nicht aufstehen kann, dem sind Schürfwunden garantiert!  
Der Steg wäre ideal für Taucher und Schnorchler um ins Wasser zu hüpfen. Leider ist dieser abgebrochen und die abgebrochenen Holz- und Metallstücke liegen im Wasser sodass der Sprung ims Wasser nicht möglich ist - schade!
Beim Check-Dive sind uns am Hausriff ein Weisspitzenriffhai und ein ziemlich grosser Sandrochen sowie eine Netzmuräne begegnet. Ansonsten gab es selbst beim Tauchen nicht viele Überraschungen am Hausriff.

Inselshop
Wie jeder Inselshop bietet auch der von Angaga Souveniers wie T-Shirts, Holz- und Magnetfische, Mobiles und sonstige Kleinigkeiten zum Kauf an.

Spa
An und für sich bin ich kein Fan davon aber diesmal musste eine Rücken-, Nacken-, Schultermassage sein! Nach einem gewagten Blick in die Massageangebote hätte ich noch einiges gefunden, das ich hätte ausprobieren können. Andererseits waren wir nicht nach Angaga gekommen um uns hauptsächlich im Spa aufzuhalten.

Ausflüge
Am angebotenen Ausflug nach Vakarufalhi hatten wir teilgenommen weil uns Varaku schon länger interessiert.  
Varkaru ist sehr schön und es könnte uns dort bestimmt auch gefallen. Wir haben jedoch erfahren, dass Vakarufalhi diesem Sommer schliesst um umzubauen. Es bleibt zu hoffen, dass daraus nicht eine 6* Insel mehr entsteht!

Nach Vakarufalhi ging es weiter nach Dhanghethi, einer Einheimischeninsel. Der Weg vom Boot führt direkt in die "Shoppingmeile" der Insel. Links und rechts der Strasse nichts wie Läden aber überall wird eigentlich das selbe angeboten. Für uns war dieser Abstecher eher unnötig aber wir verstehen natürlich, dass die Resorts auch den Einheimischen Verdienst zukommen lassen wollen.  
Der Aufenthalt auf Dhanghethi dauerte nur etwa eine halbe Stunde.

Fazit
Angaga ist im Grossen und Ganzen ok, entspricht aber in einigen Dingen nicht ganz unseren Vorstellungen. Wir können uns daher auch nicht vorstellen, dass wir nochmals nach Angaga gehen würden.  

Trotzdem verbrachten wir zwei schöne Urlaubswochen auf Angaga.  
Unsere Clique war super toll und hat vieles wett gemacht das uns nicht so gut gefallen hat!

angaga 2006 – text & fotos: ® ruth und wolfgang

 

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