reisebericht embudu 22. 30.7.2002

Anreise
Wir flogen mit Lauda Air ab Zürich mit Zwischenhalt in Wien nach Male. Ausser, dass die Sitzplatzreservation nicht geklappt hat, können wir nichts negatives über diese Fluggesellschaft berichten. Das Essen war, was in Flugzeugen nicht üblich ist, sehr gut. Wir hatten einen ruhigen Flug und landeten nach ca. 9 Stunden in Male. Der Transfer vom Flughafen Hulule zur Insel Embudu dauerte mit den Speedboot ca. 40 Minuten.

Unterkunft
Durch diverse, ganz schlechte Reiseberichte, waren wir sehr gespannt, was uns für Zimmer erwarten und kamen mit sehr gemischten Gefühlen auf der Insel an. Wir waren auf alles gefasst, nur nicht auf das, was wir antrafen. Saubere, praktisch eingerichtete Zimmer, die zwar keinen Luxus bieten aber an und für sich in Ordnung sind. Möchte man wirklich etwas beanstanden, wären das höchstens einige Dinge im Badezimmer. So könnte z.B. der WC-Deckel und der Duschvorhang ausgetauscht werden. Aber sonst gibt es wirklich nichts zu reklamieren. Strandtücher muss man selber mitbringen, denn dafür bietet die Insel keinen Service an.

Riff
Es gibt auf Embudu diverse Einstiege ins Riff. Die Leute von der Tauchschule legen jedem Gast mit Nachdruck ans Herz, diese auch zu benützen um das Riff nicht noch mehr zu schädigen. Das Riff ist leider, wie praktisch überall auf den Malediven, stark beschädigt. Es gibt da und dort wieder farbige "Fleckchen" aber leider noch nicht viele. Dafür gibt es Fische in Hülle und Fülle. In der Lagune schwammen zu dieser Zeit ca. 15 Weissspitzenriffhai-Babys aber auch viele Orient-Süsslipen, Doktorfische in  allen Variationen, Papageifische, Drücker in allen Grössen, Barsche, Feuerfische, Langusten und sogar Steinfische. Selbst einige Schildkröten tummelten sich am Riff. Das Leben im Riff ist trotz Korallenbleiche faszinierend. Bedingt durch die vorgelagerten Aussenriffe gibt es im Embudu teilweise starke Strömungen. Es gab Tage an denen wir, vor allem vor den Wasserbungalows, nicht gegen die Strömung ankamen und umkehren mussten. Benützt man aber Ausgang 78 bekommt man von diesen Strömungen praktisch nichts mit. Im Zweifelsfalle gibt die Tauchschule gerne Auskunft über die momentan besten Schnorchelgründe!

Restaurant und Essen
Zu unserem Reiseangebot gehörte Vollpension. Uns persönlich hätte auch Halbpension genügt, denn am Mittag essen wir in der Regel kein ganzes Menu. Ein kleiner Snack im Coffeeshop hätte uns auch genügt. Es Essen war im grossen und ganzen in Ordnung, manchmal sogar schön scharf gewürzt, was uns besonders gefallen hat. Die Mahlzeiten werden drei mal täglich in Buffetform gereicht. Jedes Buffet hat ein bestimmtes Thema. Am zweiten Tag auf der Insel haben wir beobachtet, wie die Fischer mit Thunfisch zurück kamen und für den Rest unseres Urlaubs gab es dann bei jedem Buffet Thunfisch in allen möglichen und unmöglichen Variationen. Für uns persönlich etwas viel Thunfisch! Wir haben uns dann einfach mit Teigwaren, Kartoffeln und etwas Fleisch verköstigt. Die Desserts, von denen es jedesmal derer drei gegeben hat, waren alle gut bis sehr gut. Einzig den Salat haben wir vermisst. Leider gab es nicht zu jeder Mahlzeit Salat. Dafür ist die Brotauswahl beim Frühstück lobenswert. Es wurden, nebst Toastbrot und süssen Brötchen, teilweise bis 4! verschiedene Brotsorten gereicht. Durch die Importsituation, der die Malediven ausgesetzt sind, ist leider frisches Obst vielfach Mangelware. Ist zwar verständlich, denn auf den Inseln wachsen nur Kokusnüsse, aber trotzdem schade. Die Kosten für Mineralwasser, Kaffee (bei den Mahlzeiten inbegriffen) und für Drinks kann man mit der Schweiz vergleichen, was wiederum auf den Import zurück zu führen ist.

Coffeeshop mit Terrasse
Auf jeder Insel, die wir bis jetzt kennen gelernt haben, ist die Terrasse des Coffeeshop vor und nach dem Essen unser Treffpunkt. Wir schätzen es jedes mal wieder, die maledivischen Sonnenuntergänge, mit der lauen Meeresbrise um die Nase, bei einem feinen Drink zu geniessen. Selbstverständlich könnte man im Coffeeshop kleine Snacks essen, was wir jedoch, bedingt durch die Vollpension, nicht getestet haben. Dafür kennen wir fast alle Drinks!

Sonstiges
Auf der Insel gibt es noch einen Badmintonplatz, eine Lobby (Sandboden) mit kleiner Bibliothek, einen Inselshop, einen Juwelier!, eine Volière und dann wird neu noch eine Spa aufgebaut. Die Inselleitung schenkte jedem Urlauber einen Gutschein für eine 10 Minuten Nacken- Schultermassage die herrlich war. Wir können uns gut vorstellen, dass eine richtige Thai-Massage eine Wohltat, und das Tüpfelchen auf dem i wäre. Selbstverständlich gibt es auch eine Tauchschule, die wir als Nicht-Taucher nicht beurteilen können. Der allgemeine Tenor lautet jedoch: sehr gut. Ausserdem leben auf Embudu vier Katzen, die sich nur zu gerne ihre täglichen Streicheleinheiten von den Gästen holen. Aufgefallen ist uns, dass auf der Insel praktisch keine Ungeziefer beheimatet ist. Ausser einer Kakerlake, einem Tausendfüssler und einigen Ameisen haben wir nichts gesehen, Nicht mal eine Mücke ist uns begegnet! Dafür gibt es viele, wunderschöne aber sehr scheue Schönechsen.

Ärgernisse
Was uns nicht gefallen hat ist, dass der Boden im Restaurant er besteht aus Natursteinplatten mach den Mahlzeiten nicht gereinigt wurde. Um einen Fleck, der von einem heruntergefallenen Konfi-Brot her rührte, mussten wir mindestens zwei Tage einen Bogen machen um nicht kleben zu bleiben.

Fazit
Embudu kann man, jemandem der keine grossen Ansprüche ans Zimmer stellt, empfehlen (die Bungalows ohne Klimaanlage haben z.B. im Zimmer einen offenen Schrank. In unseren Bungalows hatten wir Türen). Wer sich erholen möchte und gut auf Luxus verzichten kann, ist auf Embudu bestens bedient.

embudu - text & fotos: ® ruth und wolfgang

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